Vietnam Backpacking Guide

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Ich liebe Reisen. Über alles. Reisen bedeutet für mich nicht nur Neues sehen und entdecken, sondern vor allem auch Freiheit und Abenteuer erleben. Ist natürlich klar, dass Backpacking meine absolute Lieblings-Reise-Art ist. Mit Hotelurlaub, spießigen anderen Deutschen und Hotelpool direkt vor dem glitzernden Ozean kann ich nun wirklich nicht viel anfangen.

Und auch klar, dass ich am liebsten in weit entfernte Länder reise. Schließlich reizt mich am Reisen genau das, andere Länder, andere Kulturen, andere Menschen kennen lernen, als ich es von Deutschland gewohnt bin.

Obwohl meine Freundin noch nie vorher Backpacken war, konnte ich sie mit meiner Begeisterung anstecken. Nach einigen Überlegungen ist unsere Wahl dann auf Vietnam als Zielland gefallen. Vietnam is nicht nur ein wunderschönes und günstiges Reiseland, sondern vor allem auch als lesbisches Pärchen sehr sicher zu bereisen. Ein Punkt der uns bei der Auswahl super wichtig war und sich am Ende auch bewahrheitet hat. Den ganzen Trip über hatten wir keine Probleme oder komische Situationen. Händchen halten zwischen Frauen (und auch zwischen Männern) ist in vielen Ländern Südostasiens sowieso selbstverständlich, auf Nachfrage haben wir ohne Probleme immer ein Doppelbett bekommen und mit unseren neuen Freund*innen dort konnten wir uns ganz selbstverständlich und offen über unsere Beziehung und LGBT Rechte unterhalten.

 

Falls du also auch nach Vietnam reisen möchtest, habe ich dir hier einen kleinen Vietnam Backpacking Guide zusammen gestellt:

 

Reisevorbereitungen

Um ehrlich zu sein: auf einen Backpacking Trip bereite ich mich so gut wie gar nicht vor. Ein paar Tage vor dem Start fallen mir dann aber doch immer noch tausend Dinge ein, die ich unbedingt erledigen muss.

 

Kurze Checkliste für dich

Hast du

  • einen gültigen Reisepass
  • eine Reisekrankenversicherung
  • eine VISA Karte
  • und alle wichtigen Impfungen?

Dann dürfte eigentlich nichts mehr schief laufen.

Als VISA Karte empfehle ich dir übrigens die kostenlose Karte der DKB, bei der du weltweit ohne Gebühren abheben kannst und die ich auch selber für meine Reisen nutze.

 

Was natürlich auch super wichtig ist, ist ein guter Reiseführer über das Land in das du reisen möchtest. Für Vietnam kann ich dir den Stefan Loose Reiseführer ans Herz legen. Er hat uns während der ganzen Reise begleitet und uns mit allen wichtigen Infos und vielen Details, auch zu kleinen Städten und Dörfern, versorgt. Klar, er ist ein bisschen dicker und schwerer als der Lonly Planet, aber durch die zusätzlichen Infos lohnt sich der Reiseführer auf jeden Fall.

 

Die Planung

Da Vietnam ein sehr langgezogenes Land ist, war klar, dass wir keine Rundreise machen wollen, sondern eine Nord – Süd Tour. Von der Hauptstadt Hanoi gings hinauf in die Berge nach Sapa, mit einigen Zwischenstopps in den Süden nach Ho-Chi-Minh und dann auf die Trauminsel Phu Quoc.

Viel geplant haben wir anfangs nicht. Der Weg ist das Ziel und die besten Dinge kommen meiner Meinung nach sowieso immer spontan.

Falls du einen Motorradführerschein hast, mach auf jeden Fall eine Rollertour aus deinem Backpacking Trip in Vietnam! Das ist erstens spannender als Busfahren, zweitens siehst du um einiges mehr und drittens sind die Straßen in Vietnam nicht stark befahren, also die perfekten Bedingungen für eine Motorradtour. Kleine und große Motorbikes kannst du dir eigentlich überall ausleihen und dann in der nächsten Stadt wieder abgeben. Vergiss nur nicht dir einen internationalen Führerschein machen zu lassen, den bekommst du an deinem zuständigen Amt in Deutschland.

Da wir beide keine Motorbike-Profis sind haben wir lieber den Bus oder den Zug genommen, beides auch sehr preiswerte und zuverlässige Möglichkeiten von einem Ort zum Nächsten zu kommen.

 

Vietnam Must Sees

Wie in jedem Land gibt es auch in Vietnam absolute Must Sees, die du dir selbst bei super wenig Planung nicht entgehen lassen solltest:

 

Halong Bay

Rainbowfeelings, Lesbenblog, Backpacking GuideDie Halong Bay ist Weltkulturerbe, sehr bekannt und natürlich ein Massentourismusziel. Die meisten Touren werden von Hanoi aus organisiert, es gibt Ein- oder Mehrtagestrips. Wir wollten eigentlich 3 Tage bleiben und unter anderem eine Nacht auf einem Boot schlafen. Leider hat das aber wegen Tsunamiwarnung nicht geklappt und so haben wir nur einen Tag in Halong verbracht. Schön war es trotzdem, obwohl es nach meinem Geschmack zu touristisch ist. Falls du auch eher auf ruhigere Plätze stehst, fahr lieber zur Han-La Bucht in Cat Ba, das ist die kleinere und weniger touristische Schwesterbucht von Halong Bay. Bisher hab ich ausschließlich Gutes über die Han-La Bucht gehört und die beeindruckenden Kalkfelsen kannst du dort genauso bewundern.

 

Dong Hoi

In Dong Hoi gibt es auf den ersten Blick – nichts. Dong Hoi ist ein kleines verschlafenes Städtchen direkt am Meer mit kilometerlangen Sandstränden, in das sich nur wenige Touristen verirren. Und genau das ist das Schöne daran, in Dong Hoi hatten wir so viel mit den einheimischen Vietnamesen zu tun wie sonst nirgendwo. Unser absoluter Geheimtipp ist das kleine Restaurant „Seventh Heaven“, das von einem US-Amerikaner und seiner Frau geführt wird. Beide sind super lieb, wir haben uns stundenlang mit ihnen unterhalten und viele super interessante Tipps über Dong Hoi und unsere weitere Reise bekommen.

Neben einer Fahrradtour und einem Ausflug in nahegelegen Tropfsteinhöhlen, haben wir hauptsächlich den Strand, das Meer und die Ruhe in Dong Hoi genossen. Wenn du also auf der Suche nach einem kleinen, unbekannten, untouristischen Städtchen in Vietnam bist, bist du hier genau richtig. In keinem anderen Ort sonst wurden wir so herzlich aufgenommen wie in Dong Hoi.

 

 

Phu Quoc

Nach 3 Wochen Sightseeing hatten wir nur noch einen Wunsch: Chillen, Strand, Sonne, braun werden. Unser letztes Ziel in Vietnam war die Insel Phu Quoc, welche ganz im Süden liegt und einige der wenigen Strände in Vietnam hat, an denen man den Sonnenuntergang sehen kann. Noch ist die Phu Quoc Insel ein kleines Paradies, es hat noch nicht ganz so viele Touristen hier hin verschlagen, wie zum Beispiel auf die Inseln Thailands. Unsere Tage haben wir hier hauptsächlich mit Schwimmen und Insel erkunden verbracht. Das kleine Motorbike, das wir für die Zeit gemietet haben, hat uns an die schönsten und entlegensten Orte und Strände auf der Insel gebracht. Falls er dich auch nach Phu Quoc verschlägt, frag auf jeden Fall nach Rorys Bar. Der Besitzer Rory ist super lieb und hat uns mit den besten Insidertipps der Insel versorgt. Wo wir eine echte Perlenfarm finden, wo es den einzigen Strand mit weißem Sand gibt, wo der lustige Buddha mit Lippenstift steht etc. Rorys Bar ist ein bisschen außerhalb der einzigen Stadt auf Phu Quoc gelegen, frag einfach in deinem Hostel oder andere Backpacker nach dem Weg. Die Insel ist nicht besonders groß und im Prinzip kennt dort jeder jeden.

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Motorbike Baby!

Mein ganz persönliches High Light war aber das Motorbike-Fahren, bzw. Motorbike-Fahren-Lernen. Da ich keinen Plan hatte wie so was funktioniert, hab ich einen der einheimischen Jungs gefragt, ob er mir das Fahren beibringen kann. Die meistens Bikes in Vietnam sind automatisiert und für den Anfang hab ich auch ein ganz kleines bekommen, dadurch hatte ich den Dreh ziemlich schnell raus. Meine Freundin war zwar jedes Mal aufs Neue skeptisch, ob sie es wirklich wagen soll mit mir zu fahren, aber nach einigen wackligen Runden und vietnamesischem Hupkonzert hat bei uns beiden der Spaß und das unendliche Freiheitsgefühl überwogen.

Falls du also auch (noch) nicht Motorbike fahren kannst – probier es unbedingt aus! Sei vor allem anfangs vorsichtig, lass es dir von jemandem beibringen, frag nach den Verkehrsregeln in Vietnam (und nein, rechts vor links gibt es nicht, der Größere hat Vorfahrt!) und dann genieß‘ es einfach!

 

Warst du selbst schon mal in Vietnam unterwegs? Was war bisher dein schönstes Reiseziel?

Schreibs in die Kommentare!

 

Alles Liebe,

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3 Comments

  1. JED sagt:

    Hi Annie, manchmal gibt es seltsame Zufälle, meine Freundin und ich wollen auch bald nach Vietnam und haben uns insofern sehr über Deinen Bericht gefreut.

    Was mich noch interessieren würde:
    Welche Erfahrungen habt Ihr als alleinreisende Frauen / Lesben dort gemacht?
    In was für Unterkünften wart Ihr und wart Ihr damit zufrieden?
    Gibt es etwas, wovon Du uns abraten oder uns besonders empfehlen würdest?

    DANKESCHÖN!

    • Annie sagt:

      Hey,
      cool, dann kommt der Artikel ja gerade richtig für euch 🙂

      Wie gesagt, Vietnam ist ein sehr sicheres Reiseland, auch für allein reisende Frauen. Da die Mehrheit der Bevölkerung buddhistisch ist, ist Gewalt hier kaum ein Thema. Klar, aufpassen muss man überall und nachts in dunklen, unbekannten Gassen herumirren ist wohl für kein Land zu empfehlen ;). Ihr könnt auf jeden Fall auch kurze Klamotten tragen, allerdings ist das in Vietnam trotz der Hitze nicht so üblich. Nehmt also vielleicht nicht die kürzesten Hotpants mit und ein paar T-Shirts statt Tops. Gefährlich sind kurze Klamotten aber nicht, ihr werdet höchstens mehr Aufmerksamkeit auf euch ziehen. Damit muss man sich aber eh abfinden, Vietnam ist noch nicht so touristisch wie z.B. Thailand und je nach Region sind die Menschen weiße Frauen mit runden Augen nicht so gewohnt. Ist aber auch irgendwie schön, wenn Fremde einen plötzlich grüßen und mit einem quatschen wollen.

      Auch als lesbisches Pärchen haben wir nur positive Erfahrungen gemacht, obwohl wir natürlich auch nicht jedem der uns über den Weg gelaufen ist gleich erzählt haben, dass wir ein Paar sind. Händchenhalten in der Öffentlichkeit ist aber kein Problem, machen viele auch einfach aus Freundschaft. Alles andere, küssen etc., wird in Vietnam nicht öffentlich gemacht, auch nicht von Heteros. Wir haben es dann auch gelassen, vor allem aus Respekt vor der anderen Kultur.

      Wir waren oft in ziemlich billigen Hostels, da wir beide nicht so viel Geld haben. Waren aber die meiste Zeit ganz glücklich damit. Lasst euch am besten vorher die Zimmer zeigen, dann spart ihr euch ungewollte Überraschungen. Gute und günstige Hostels suchen wir übrigens immer über Tripadvisor, die haben ganz gute Angebote. Es war auch nie ein Problem ein Doppelbett zu bekommen, hat nie jemand nachgefragt oder so, ich glaub da hat man es als zwei Frauen leichter, als wenn es zwei Männer sind.

      Empfehlen würde ich euch auf jeden Fall alle Orte an denen wir waren, war überall total schön und auch sehr unterschiedlich.
      Noch ein wichtiger Tipp für Vietnam: auf jeden Fall immer und überall handeln! Funktioniert im Süden besser als im Norden, aber so könnt ihr euch viel Geld sparen. Kauft auch Bus- und Zugtickets lieber vor Ort an der Station als im Hostel oder Reisebüro, die schlagen da immer noch Provision für sich selber drauf.
      Insgesamt ist Vietnam auf jeden Fall ein wunderschönes und sehr vielfältiges Land, vom wandern in Sapa, zum Strand in Phu Quoc und Geschichte in Ho Chi Minh (Saigon) ist echt für jede(n) was dabei! 🙂

      Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen weiterhelfen. Schreib gerne nochmal, wenn ihr noch Fragen habt :).

      Liebe Grüße,
      Annie

      • JED sagt:

        Uih, ganz ganz lieben Dank für Deine unglaublich ausführliche Antwort. Wir fliegen im August, bis dahin kommen bestimt noch einige Fragen auf. 😉
        Momentan lassen wir uns gerade durchimpfen.
        Ich meld mich bestimmt nochmal.
        LG,
        JED

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Hey, ich bin Annie und blogge seit 3 Jahren mit voller Leidenschaft hier auf Rainbowfeelings. Ich möchte dich wie eine beste Freundin bei all deinen Fragen zu den Themen Coming Out und lesbisches L(i)eben begleiten.
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