Als lesbisches Pärchen zusammenziehen (Teil 2): Die Pro und Contra Liste

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Ihr seid ein lesbisches Pärchen, ihr seid glücklich und möchtet am liebsten so viel Zeit wie möglich zusammen verbringen. Klar, dass dann irgendwann die Frage aufkommt „Sollen wir vielleicht zusammenziehen?“

Annie und ich sind schon nach wenigen Monaten zusammengezogen, einfach weil es bei uns so gut gepasst hat. Darüber und wie du herausfinden kannst, ob deine Freundin und du schon bereit für eine gemeinsame Wohnung seid, kannst du im Artikel Als lesbisches Pärchen zusammenziehen (Teil 1): Wann ist der richtige Zeitpunkt? nachlesen.

Zusammen ziehen oder nicht, ist auf jeden Fall eine große Frage, die nicht so einfach beantwortet werden kann. Von mir gibt’s heute deshalb eine Pro-Contra Liste, die dir die Entscheidung vielleicht nochmal einfach macht. Was spricht eigentlich für eine gemeinsame Wohnung und was dagegen?

 

Pro als lesbisches Pärchen Zusammenziehen

 

1. Mehr gemeinsame Zeit

Wenn ihr zusammenzieht könnt ihr euch viel häufiger sehen und Zeit miteinander verbringen. Ihr seht euch nicht nur zwei oder drei Mal die Woche. Ihr könnt zusammen kochen, TV schauen, nebeneinander einschlafen und morgens aufwachen. Auch wenn ihr beide einen total unterschiedlichen Tagesablauf habt, zum Beispiel eine geht in die Uni und eine in die Arbeit, seht ihr euch bei einer gemeinsamen Wohnung trotzdem jeden Tag. Gerade in sehr stressigen Phasen, in denen ihr euch sonst vielleicht kaum sehen würdet, ist das ein großer Vorteil.

 

2. Mehr Freiraum für euch

Wenn du vorher bei deinen Eltern gewohnt hast, hast du jetzt wesentlich mehr Freiraum. Du musst nicht mehr auf deine Eltern hören wann du was zu tun hast. Du kannst jederzeit essen was du möchtest und gemeinsam mit deiner Freundin nachts um halb eins noch eine Nudelparty in der Küche veranstalten.

Auch wenn du zuvor in einer WG warst, habt ihr als Pärchen in einer gemeinsamen Wohnung sehr viel mehr Raum für euch und eure Beziehung. Ihr müsst nun nur noch auf euch und eure Bedürfnisse achten und müsst zum Beispiel nicht erst ankündigen, wenn ihr die Küche oder das Bad längere Zeit für euch braucht.

 

3. Arbeit kann aufgeteilt werden

Ein klarer Vorteil ist auch, dass ihr euch Arbeit, wie zum Beispiel putzen, Wäsche wachen und kochen, aufteilen könnt. Welche Aufgaben machst du lieber und welche deine Freundin? Wenn Annie und ich zusammen putzen, mache ich zum Beispiel immer das Bad, während sie lieber staubsaugt und wischt. So haben wir beide was davon und jede kommt um ihre Hass-Haushaltsaufgabe rum.

 

4. Euer gemeinsames zu Hause

Eine gemeinsame Wohnung bedeutet auch, einen gemeinsamen Rückzugsort für euch zu haben, den ihr gemeinsam gestalten könnt. Wie soll eure Wohnung aussehen, was für Bilder möchtet ihr aufhängen und wie richtet ihr das Wohnzimmer ein? Diese Fragen sind super wichtig, schließlich geht es darum, euch ein gemeinsames zu Hause aufzubauen, an dem ihr euch beide wohl fühlt und glücklich seid.

 

5. Ein großer Schritt

Sich zum Zusammenziehen zu entscheiden bringt euch nicht nur räumlich und zeitlich, sondern vermutlich auch emotional näher zusammen. Mit einem Zusammenzug geht ihr auf jeden Fall einen sehr großen Schritt in Richtung gemeinsamer Zukunft. Solange das beide wollen, ist das Gefühl, jetzt noch mehr und noch enger zusammen zu sein, einfach unglaublich schön!

 

 

Contra als lesbisches Pärchen Zusammenziehen

 

1. Hast du genügend Geld?

Wenn du gerade noch bei deinen Eltern wohnst, wird dein Leben mit deinem Auszug um einiges treuer. Es kostet einfach Geld sich eine Wohnung zu leisten. Vor allem wenn du gerade noch Schülerin bist wird das wahrscheinlich nicht möglich sein.

Falls du eh schon alleine wohnst, kann eine gemeinsame Wohnung unter Umständen aber auch Geld sparen. So werdet ihr zum Beispiel eure Nebenkosten teilen und auch gemeinsam Essen kaufen, kann günstiger sein. Denn ab jetzt brauchst du nicht mehr die verhältnismäßig teuren Singel-Packungen im Supermarkt kaufen, sondern kannst auf die Standartgrößen umsteigen.

 

2. Der Haushalt

Auch wenn man immer denkt, dass im Haushalt nicht viel zu machen ist, ist es genau das Gegenteil. Klar, ihr könnt euch die Aufgaben aufteilen und jede macht das, was sie lieber mag. Trotzdem müsst ihr das alles koordinieren. Wer kocht? Wer putzt? Wer kümmert sich um die Wäsche? Das sind alles Dinge die ihr organisieren muss. Eine Lösung zu finden, den Haushalt gerecht aufzuteilen, sodass keine das Gefühl hat, sie muss viel mehr mach als die andere, kann eine ganz schöne Herausforderung sein.

 

3. Weniger persönliche Freiräume

Klar, wenn du vorher noch bei deinen Eltern gewohnt hast und jetzt mit deiner Freundin zusammen wohnst, hast du vermutlich viel mehr Freiheiten als vorher. Trotzdem bedeutet eine gemeinsame Wohnung auch weniger Freiraum für dich persönlich. Die wenigsten werden in einer Pärchenwohnung ein eigenes (Schlaf-)Zimmer haben. Meistens wirst du alle Räume mit deiner Partnerin teilen. Das kann total schön sein und dir aber trotzdem manchmal auf die Nerven gehen.

Bevor ihr zusammen zieht, solltet ihr euch also überlegen, ob ihr beide der Typ für so viel Nähe seid. Aber auch in einer gemeinsamen Wohnung, könnt ihr euch Rückzugsorte schaffen. Annie und ich sagen uns inzwischen immer, wenn eine von uns mal ihre Ruhe braucht. In unserem Schlafzimmer haben wir, für genau solche Fälle, eine kleine Kuschelecke eingerichtet. So können wir beide auch mal eine gemütliche Lese- oder Fernsehstunde genießen, ohne immer aufeinander zu sitzen.

 

Ob Zusammenziehen für dich und deine Partnerin gerade das Richtige ist, kann niemand so pauschal beantworten. Probleme und Dinge, über die man sprechen muss, gibt es immer und überall, auch in der schönsten Beziehung. Aber vielleicht hast du durch unsere beiden Artikel jetzt einen besseren Überblick über das Thema und kannst leichter entscheiden, ob eine gemeinsame Wohnung gerade für euch passt oder nicht.

 

Hast du noch Fragen zum Thema als lesbisches Pärchen Zusammenziehen?

Schreibs in die Kommentare!

 

Bis bald,

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4 Comments

  1. Mina sagt:

    Ich und meine Perle sind direkt von Anfang an vor 1 Jahr und 5 Monaten zusammen gezogen da wir uns mit circa 600km Entfernung kennen und lieben gelernt haben, klar gibt es auch mal Differenzen aber unsere Liebe überwiegt alles 🙂

  2. Christine Wolff sagt:

    Na ja ich sage mal so.Man sollte sehr lange warten und nicht gleich mit dem Kopf durch die Wand.Ausserdem finde ich das nicht so gut wenn man 24 Stunden aufeinander klebt Alles mit Ruhe und Bedacht.Aber wenn man jung ist (nicht so wie ich alte Schachtel 43) dann denkt man anders In diesem Sinne

    • Annie sagt:

      Hi Christine,
      Ja, manche sind total der Meinung, dass Zusammenziehen erst nach langer Zeit passieren sollte. Ich persönlich bin nach 8 Monaten zu meiner Freundin gezogen und jetzt wohnen wir schon über 1,5 Jahr glücklich zusammen :). Aber das ist für jedes Pärchen halt auch anders :).

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Hey, ich bin Annie und blogge seit 3 Jahren mit voller Leidenschaft hier auf Rainbowfeelings. Ich möchte dich wie eine beste Freundin bei all deinen Fragen zu den Themen Coming Out und lesbisches L(i)eben begleiten.
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