Was Geschlechtsidentität genau bedeutet

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Das erste Mal als ich mich mit Geschlechtsidentität auseinander gesetzt habe war, als ich mich schon geoutet hatte und nicht mehr nur in einem heterosexuellem Umfeld gelebt habe. Ziemlich schnell war da aber ne riesige Liste an Fragen auf die ich keine Antwort hatte.

Was genau ist Geschlechtsidentität? Was bedeutet das für mich und die Menschen um mich herum? Gibt es nur zwei Geschlechter? Und was genau bedeutet eigentlich trans*?

Leider wird weder in der Schule noch sonst wo wirklich über das Thema gesprochen. Und wenn du nicht gerade mit jemandem befreundet bist, der_die dir deine Fragen erklären kann wird’s ganz schön schwierig, Antworten darauf zu finden.

In diesem Artikel versuche ich dir ein paar dieser Fragen zu beantworten.

 

Wichtig: Dieser Post ist nur eine Einführung in ein unglaublich komplexes Thema. Ich schreibe den Artikel vor allem für Personen die sich noch nie oder kaum mit dem Thema auseinander gesetzt haben.
Mehr zum Ziel des Artikels und zu meiner eigenen Position findest du am Ende des Posts.

 

Geschlechtsidentität – was ist das eigentlich?

Die Geschlechtsidentität beschreibt, welchem Geschlecht du dich zugehörig fühlst. Also ob du dich wie eine Frau oder ein Mann fühlst.

Die meisten Menschen gehen davon aus, dass das Geschlecht vom eigenen Körper abhängt und dass es nur zwei Geschlechter gibt. Schließlich wird bei der Geburt festgestellt, ob das Baby ein Mädchen oder ein Junge ist. Es ist aber ganz wichtig zu wissen, dass diese Einteilung nicht immer stimmt. Dein Geschlecht wird nämlich nur anhand deiner äußeren Geschlechtsmerkmale bestimmt.

Es kann auch passieren, dass du irgendwann in deinem Leben feststellst, dass du ein anderes Geschlecht hast als das, was dir bei deiner Geburt gesagt worden ist.

 

Aber es gibt doch nur zwei Geschlechter! Oder?

Die meisten Menschen denken, dass es nur zwei Geschlechter gibt: Frau und Mann. Schließlich ist unsere ganze Umwelt in diese zwei Geschlechter eingeteilt.

Es gibt Frauen- und Männertoilette und Umkleiden, Frauen- und Männerabteilungen in Kleidungsgeschäften und in deinem Pass steht entweder weiblich oder männlich. Etwas dazwischen scheint es auf den ersten Blick nicht zu geben.

Vielleicht hast du aber schon mal von Intersexualität gehört. Intersexuelle Personen sind Personen, bei denen das Geschlecht nicht eindeutig aufgrund der äußeren Geschlechtsmerkmale bestimmt werden kann. Meistens haben intersexuelle Personen Merkmale von beiden Geschlechtern.

Allein daran kannst du sehen, dass die Natur mehr als nur zwei Geschlechter schafft.

In manchen Ländern der Erde können Personen ein drittes Geschlecht im Pass wählen, zum Beispiel in Australien, Dänemark oder Argentinien. In Deutschland ist es seit Kurzem möglich kein Geschlecht anzugeben.

Was bedeutet denn jetzt eigentlich trans* genau? Und was ist cis schon wieder?

Um die vielen verschiedenen Geschlechter die es auf dieser Welt gibt zu beschreiben, gibt es auch viele verschiedene Begriffe. Die Liste dieser Begriffe ist endlos lang, aber die wichtigsten und gängigsten möchte ich dir kurz erklären:

 

Trans*

Menschen, die nicht das Geschlecht haben, das ihnen bei ihrer Geburt zugewiesen worden ist, werden meistens als trans, trans* oder transsexuell bezeichnet. Das Sternchen hinter trans* weißt darauf hin, dass trans* nicht ein einfach nur ein Geschlecht ist. Es gibt so viele unterschiedliche Personen und Geschlechter. Das Sternchen soll möglichst alle miteinbeziehen.

Begenungen auf der Trans*fläche ist ein tolles Buch, wenn dich das Thema interessiert.

 

Trans*mann

Als Trans*mann oder transmännlich bezeichnen sich Personen die sich als Mann fühlen, obwohl ihnen bei ihrer Geburt gesagt worden ist, dass sie weiblich wären.

 

Trans*frau

Als Trans*frau oder transweiblich bezeichnen sich Personen die sich als Frau fühlen, obwohl ihnen bei ihrer Geburt gesagt worden ist, dass sie männlich wären.

 

Cis

Cis-Personen sind Personen, die mit dem Geschlecht, dass ihnen bei ihrer Geburt zugewiesen wurde, einverstanden sind. Meinen Eltern wurde bei meiner Geburt gesagt, ich sei weiblich und ich fühle mich auch wie eine Frau. Also bin ich eine Cis-Frau.

 

Intersexuell

Intersexuelle Personen werden mit nicht eindeutig zuordbaren äußeren Geschlechtsmerkmalen geboren. Sie können bei ihrer Geburt also nicht als eindeutig männlich oder weiblich identifiziert werden. (Wichtig: Diese Identifizierung passiert nur aufgrund der äußeren Geschlechtsmerkmale und hat nichts damit zu tun, welches Geschlecht eine Person wirklich hat.)

Leider werden heutzutage immer noch intersexuelle Kinder an ein Geschlecht (weiblich oder männlich) angepasst. Dies passiert durch eine Operation kurz nach der Geburt. Diese Operation ist aber nicht notwendig und wird nur durchgeführt, damit das Kind in das als normal angesehene Raster unserer Gesellschaft passt. Den Kindern wird dabei Schreckliches angetan. Viele leiden ihr ganzes Leben unter den Operationen, die sie nicht einmal selbst mitentscheiden konnten und die auch nicht rückgängig gemacht werden können.

Wenn du noch mehr zu Intersexualität wissen möchtest, kann ich dir den Film XXY empfehlen. Hier geht es um ein intersexuelles Kind, das als Mädchen aufwächst, aber irgendwann ihre_seine wahre Identität nicht mehr verbergen möchte.

 

Zweigeschlechtlichkeit

Unsere Gesellschaft ist hauptsächlich in zwei Geschlechter (weiblich und männlich) eingeteilt. Viele Menschen denken, dass es auch nur diese zwei Geschlechter gibt, auch wenn es sehr viel mehr Geschlechter als nur zwei gibt. Die Einteilung in ausschließlich „weiblich“ und „männlich“ wird als Zweigeschlechtlichkeit bezeichnet.

 

Genderqueer/Genderfluid

Als genderqueer oder genderfluid bezeichnen sich manche Personen, die sich in der Zweigeschlechtlichkeit unserer Gesellschaft nicht wieder finden können. Sie identifizieren sich oftmals weder als Frau, noch als Mann. Manche Personen sehen sich zwischen den Geschlechter, andere außerhalb oder über der Zweiteilung der Geschlechter. Manche wachen morgens auf und fühlen sich heute eher wie eine Frau oder eher weiblicher und morgen vielleicht wieder eher wie ein Mann.

Genderqueer/genderfluid ist also ein Begriff, der sich nicht so klar eingrenzen lässt. Jede Person die sich als genderqueer oder genderfluid bezeichnet, wird dir den Begriff anders erklären.

Das ist aber auch das Schöne daran – es gibt kein einheitliches Raster in das genderqueere/genderfluide Personen gepresst werden können.

 

Pronomen

Pronomen sind für uns alle sehr wichtig. Sie bestimmen wie eine andere Person über uns spricht. Die bekanntesten Pronomen sind „sie“ und „er“. Mein Pronom zum Beispiel ist „sie“. Das heißt, dass andere „sie“ sagen, wenn sie über mich sprechen.

Es gibt aber noch viele weiter Pronomen, zum Beispiel x, xier, er_sie etc. Manche Personen bevorzugen es, wenn du gar kein Pronom benutzt und stattdessen immer den Namen der Person nennst, wenn du über diese Person sprichst.

Du siehst also, es gibt viele verschiedene Personen und Geschlechter. Oft kannst du der Person nicht ansehen, wie sie sich definiert und mit welchem Pronom sie angesprochen werden möchte. Wenn du dir nicht sicher bist, frage nach. Das ist auf jeden Fall besser, als ein falsches Pronom zu verwenden.

 

Gendersensible Sprache/Antidiskriminierendes Sprachhandeln

Sprache ist in unserem Leben essentiell, ohne Sprache wären wir aufgeschmissen. Es ist zum Beispiel viel schwieriger jemanden zu verstehen, wenn ihr nicht die gleiche Sprache sprecht.

Sprache kann aber auch verletzen, diskriminieren und_oder Personen ausschließen. Wenn du zum Beispiel „Sehr geehrte Damen und Herren“ sagst, sprichst du nur die Personen an, die sich als weiblich oder männlich definieren und lässt alle anderen außen vor.

Deswegen beschäftigen sich viele Menschen damit, unsere Sprache zu verbessern und weniger diskriminierend zu machen.

In der Schriftsprache gibt es zum Beispiel den sogenannte „Gendergap“, der statt dem Schrägstrich verwendet wird. Statt Freund/innen wird also Freund_innen geschrieben. Der Unterstrich soll deutlich machen, dass es nicht nur Frauen und Männer gibt. Er soll einen Platz für andere Geschlechter machen. Eine Variation ist auch das Gender-Sternchen, also Freund*innen.

 

Wichtig: Bitte ordne nie einer Person einfach einen Begriff oder eine Bezeichnung zu, weil du denkst, dass das gerade am Besten passt. Wie sich eine Person bezeichnet oder wie sie sich definiert, kann nur sie alleine sagen. Schließlich weiß auch nur sie alleine, wie sie sich fühlt.

 

Auch wichtig: Bitte gehe mit dem Thema sensibel um. Wenn du merkst, dass sich eine Person als trans*, intersexuell, genderqueer etc. definiert, bombardiere die Person nicht gleich mit deinen ganzen Fragen. Mit vielen Fragen und Ausdrücken kannst du andere leicht verletzen, selbst wenn du das gar nicht möchtest. Viele Dinge gehen dich auch nichts an und/oder die Person möchte nicht mit allen darüber reden. Oftmals müssen trans* und intersexuelle Personen eh schon jeden Tag nervige und verletzende Fragen beantworten und sich vor anderen rechtfertigen.

Versuche lieber, jede Person so zu akzeptieren wie sie ist. Und dafür musst du nicht wissen wie sie sich genau definiert, wieso das so ist und was das für sie genau bedeutet.

 

Falls dich das Thema Geschlechtsidentität interessiert und du gerne einen Roman dazu lesen möchtest kann ich dir das Buch Stone Butch Blues ans Herz legen. Es ist eine wundervolle Geschichte über Jess die als Mädchen aufwächst, aber eher wie ein Junge aussieht. Die Geschichte spielt in den 60ern in den USA. Im Buch geht es vor allem um Jess‘ Reise zu sich selbst, um die große Liebe aber auch um die großen Probleme die LGBT Personen zu der Zeit in den USA hatten.

 

An alle Personen, die sich schon mehr mit dem Thema auseinander gesetzt haben und_oder sich selbst als trans*, genderqueer, genderfluid oder intersexuell definieren:

Das Ziel dieses Artikels ist es vor allem Personen zu erreichen, die noch nie davon gehört haben, dass es mehr als zwei Geschlechter in unserer Gesellschaft gibt. Ich möchte versuchen diese Personen bei ihrem jetzigen Wissensstand abzuholen. Aus diesem Grund habe ich versucht das Ganze so einfach und verständlich wie möglich zu halten.

Ich habe natürlich mein Bestes gegeben alles richtig auszudrücken und zu beschreiben. Ich hoffe, dass es mir gelungen ist, ohne dabei andere Personen zu diskriminieren. Das Letzte was ich möchte ist, eine Person oder Gruppe mit diesem Artikel zu verletzten!

Leider bin ich in dem Thema aber keine Expertin. Mein Wissen beruht hauptsächlich auf persönlichen Erfahrungen und Gesprächen mit anderen Personen. Ich selbst bin eine Cis-Frau, habe also nie die Erfahrung gemacht was es bedeutet z.B. trans*, genderfluid, genderqueer oder intersexuell zu sein.

Falls ich also etwas nicht richtig ausgedrückt habe oder ein Thema/einen Begriff nicht ausreichend erläutert habe, würde ich mich total freuen, wenn du mir eine Mail schreibst. Ich werde den Artikel dann schnellstmöglich bearbeiten und ergänzen.

 

Ich hoffe dieser Blogpost hilft dir zu verstehen, was Geschlechtsidentität bedeutet und was die wichtigsten Begriffe dazu sind.

Hast du noch Fragen zum Thema? Welche weiteren Begriffe sind dir wichtig wenn es um Geschlechtsidentität geht? Schreibs in die Kommentare!

 

Alles Liebe,

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10 Comments

  1. Lena Dubois sagt:

    Wie soll ich mich auten wenn ich Genderqueer/Genderfluid und pansexuel bin

    • Annie sagt:

      Hey meine liebe Lena,

      da ich selbst nicht genderqueer oder pansexuell bin, kann ich hier leider nicht aus eigener Erfahrung sprechen. Aber im Allgemeinen würde ich immer versuche, das zu tun, was sich für den Moment richtig und wichtig anfühlt. Also wenn du gerne Menschen in deinem Leben davon erzählen möchtest, dass du genderqueer/pansexuell bist, dann mach das auf jeden Fall. Ich würde da bei denen anfangen, die am ehesten positiv reagieren. Eventuell musst du dich darauf einstellen erstmal einige Fragen zu klären, das sicher viele noch nicht davon gehört haben. Aber ich bin mir sicher, dass diejenigen, die dich wirklich lieben, dich so gut sie nur irgendwie können unterstützen werden!
      Falls du noch mehr dazu erfahren möchtest, wie man sich am Besten bei anderen outet, kann ich dir meinen Coming Out Ratgeber Rainbowlove empfehlen, da gibt es mehrere Kapitel dazu und ganz viele weitere Tipps, wie man am ehesten positive Reaktionen von seinem Umfeld bekommt: https://rainbowlove.de

      Ganz liebe Grüße,
      deine Annie ♥️

  2. Hanni sagt:

    Hey Annie! Ich hätte da eine Frage, nämlich: Weißt du vielleicht von irgendwem oder so, wie er/sie/diese Person herausfand, dass er/sie/diese Person genderfluid ist? Ich meine, wie fühlt sich das an und woran erkennt man das und so. Ich bin noch nie mit diesem Thema konfrontiert worden und wusste gar nicht, dass es genderfluide Menschen gibt und ich bin da sehr interessiert. Ich hoffe auf eine baldige Antwort und wünsche dir noch einen sehr schönen Tag,
    deine Hanni!

    • Annie sagt:

      Hallo liebe Hanni,

      ich glaube, das ist bei vielen ein sehr langer Prozess, das herauszufinden. Ich kenne zwar ein paar genderfluide Personen, aber ich habe nie genau nachgefragt, wie das für sie war.

      Ein paar Sachen habe ich natürlich trotzdem mitbekommen, vielleicht hilft dir das etwas weiter.
      Bei den beiden die ich kenne ist es eben so, dass sie sich nicht auf ein Geschlecht festlegen können und möchten, da das sehr von der Tagesform abhängig ist. Bei beiden ist es so, dass sie sowohl das Pronomen „sie“ als auch „er“ für sich passend finden. Die eine Person sagt immer vorher, welches Pronomen heute das richtige ist, die andere Person hat mir gesagt, dass es ihr eigentlich egal ist, sie aber „sie“ bevorzugt, weil die Menschen auf Grund ihres äußerlichen Aussehens eher erwarten würden, dass ihr Pronomen „er“ ist und sie möchte nicht in diese Schublade geschoben werden.
      Wusstest du, dass z.B. auch Ruby Rose genderfluid ist? Ich hab hier einen coolen Artikel gefunden, in dem sie den Begriff aus ihrer Sicht erklärt: https://www.huffingtonpost.com/2015/06/17/ruby-rose-gender-fluid-video-interview_n_7603186.html Sie hat auch ein Video dazu gemacht, ist auch im Artikel, das fand ich total berührend.

      Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen weiter helfen! Falls du möchtest, kannst du die Frage auch gerne nochmal in die Rainbowfeelings Community posten, vielleicht ist ja jemand dabei, die*der dir da noch mehr dazu sagen kann 🙂

      Alles liebe,
      deine Annie

  3. Mattes sagt:

    Vielen Dank für diese erste Einführung. Ich bin über diesen Artikel gestolpert weil ich als hetero-mann gerade in eine bi-Frau verliebt bin, die sich auch aktiv für lgbt(* ……..) stark macht. Da ich überhaupt keine Ahnung hatte: Vielen Dank. Das Kopfkarussel steht zwar noch lsnge nicht, aber ich bin au einem gutem Weg mein festes Weltbild Folge mit Hammer und Meißel zu bearbeiten bis ich such noch das * untergebracht habe. Nicht immer ganz leicht wenn Toleranz und Umdenken bisher (30j) noch nie gefordert wurden.

    • Annie sagt:

      Hi Mattes,
      super cool, dass du dich mit den Themen beschäftigst! Die Frau, in die du dich verliebt hast, wird es mit Sicherheit zu schätzen wissen 🙂 (Und ich freue mich sowieso mega darüber!)
      Das mit dem * wird auch noch klappen 🙂 Und ja, am Anfang ist das alles super verwirrend, aber es lohnt sich auf jeden Fall, mal einen Blick über den eigenen Tellerrand zu werfen. Die Welt und die Menschen die in ihr leben sind so wunderschön vielfältig und bunt. Ich hoffe, ich konnte dir mit meinem Artikel einen mini-ersten-Blick ermöglichen.
      Alles Liebe und viel Glück mit deiner Herzens-Frau,
      Annie

  4. Victoria sagt:

    Hm, ich denke, getrennte Umkleiden oder Toiletten und dergleichen gibt es nicht aus dem Grunde, weil die Welt Menschen so einteilt und das damit manifestieren will, sondern um Menschen vor Übergriffen zu bewahren. Da diese Übergriffe zumeist von Leuten mit Penis begangen werden, gibt es geschlechtsspezifische Bereiche für intimere Situationen, damit andere geschützt sind.

    Sensible Sprache ist mir persönlich sehr wichtig, wobei es mein Bestreben ist, das Geschlecht aus der Sprache möglichst herauszuhalten oder jedenfalls weibliches nicht an allgemeine männliche Begriffe als Endung hintendranzuheften.

    Vorerst ist meines Erachtens noch ein Sichtbarmachen des Weiblichen notwendig bis es allgemein in den Köpfen angekommen ist, das Personen selbstverständlich auch weiblich sein können, wenn das nicht dabeisteht.

    Darauf, dass das mehr oder weniger bald geschehen kann, macht mir unter anderem die Tatsache Hoffnung, dass unter dem Begriff ,,Leute“ vor hundert Jahren ausschließlich Männer verstanden worden waren und heute in völligster Selbstverständlichkeit beide Geschlechter (und alle weiteren Menschen) und die alte verengte Begrifflichkeit sogar kaum noch bekannt ist. Sprache und Denkart beeinflussen einander ja sehr stark und durch den weitläufigen Austausch durch heutige Mittel gehen Änderungen in rasender Geschwindigkeit vonstatten.

    • Annie sagt:

      Hallo Victoria,

      Hm, also für mich ist Händewaschen jetzt keine intime Situation, ehrlich gesagt. Wenn mir eine Person etwas antun möchte, hält sie glaub ich ein Schildchen an einer Tür auch nicht davon ab. Zweigeschlechtlich getrennte Toiletten sind außerdem super diskriminierend für die Personen, die sich nicht einordnen können oder wollen, oder aber Frauen, bzw. Männer sind, von anderen Personen aber oft nicht so wahrgenommen werden.

      Vor hundert Jahren gab es das zweigeschlechtliche System schon, bereits seit der Aufklärung gelten Frauen auch als Personen oder Leute (davor wurden nur Männer als solche gesehen, insofern herrschte hier ein eingeschlechtliches System). Ich stimme dir aber zu, dass es sich schnell ändert und das macht auch mir große Hoffnung, dass die Zukunft noch besser sein wird!

      Alles Liebe,
      Annie

  5. Catherine-Sophie Lenz sagt:

    Liebste Annie,
    ……sehr schoen und sehr sensibel erklärt, danke dir!

    wünsche dir einen wunderbaren Tag,
    Caya

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Hey, ich bin Annie und blogge seit 3 Jahren mit voller Leidenschaft hier auf Rainbowfeelings. Ich möchte dich wie eine beste Freundin bei all deinen Fragen zu den Themen Coming Out und lesbisches L(i)eben begleiten.
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