Eine lesbische Reise um die Welt – Herausforderungen und schöne Zeiten!

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*** Gastbeitrag von Joy und Lisa @ Eco You ***Lesbische Weltreise

Joy und Lisa sind ein lesbisches Pärchen, die seit Oktober 2016 gemeinsam auf Weltreise sind. Gerade verbringen die beiden ihre Zeit auf Bali, ein Ort der die beiden im Moment nicht mehr los lässt. In Bali gründeten Joy und Lisa ihren Blog Eco You, auf dem sie über nachhaltiges Leben und Reisen schreiben und die Welt zu einem besseren und grüneren Ort machen möchten. 

Auf Rainbowfeelings geben die beiden uns exklusive Einblicke, wie es so ist, als lesbisches Paar auf Weltreise zu gehen. Dabei zeigen sie uns zum einen die schönen Seiten, zum anderen auch die Herausforderungen und wie sie persönlich damit umgehen.

Eco You BlogFacebookInstagram

***

 

Wer wir sind?

 

Lisa und Joy.

Ursprünglich kommen wir aus Mannheim und sind beide 28 Jahre. Gelernt, bzw. studiert, haben wir Wirtschaftspsychologie (Lisa) und Sozialpädagogik (Joy).

Kennengelernt haben wir uns auf einem Grillfest im Sommer 2015.

Wir teilen beide eine große Leidenschaft für das Reisen, Sport, Tiere und unabhängiges Arbeiten. Vor unsere Weltreise haben wir unsere Jobs gekündigt und alle Zelte in Deutschland abgebaut. Seit dem 21.10.2016 befinden wir uns auf einer Open-End-Weltreise.

 

Schon vor der Reise mussten wir uns verschiedenen Fragen von Freunden und Bekannten stellen:

Glaubt ihr das geht gut?

Als lesbisches Paar in asiatischen Ländern?

Ist das nicht gefährlich?

Und was ist, wenn ihr euch unterwegs mal streitet?

Eins vorweg: Natürlich streiten wir uns hin und wieder. Das wussten wir jedoch auch schon vor der Abreise. Da wir beim Reisen häufig 24/7 aufeinander sitzen, ist dies aber auch nicht verwunderlich.

 

Unsere Reise – Als Frauenpaar in fremden Ländern und Kulturen

 

Alles begann mit einem One Way Ticket nach Thailand. Ich erinnere mich noch wie wir an einem Samstagmorgen spontan die Flüge checkten und dort ein unschlagbares Angebot fanden.

179 Euro von Frankfurt nach Phuket.

Da die Entscheidung eine Reise zu machen schon feststand, zögerten wir also nicht lange und der Flug wurde gebucht.

Dies war im September, einen Monat später, im Oktober 2016, ging es dann schon los. Da wir in Phuket landeten erholten wir uns zunächst ein paar Tage am Strand und entdeckten danach die verschiedenen Inseln bevor es in die Millionenstadt Bangkok ging.

Von da ging es dann in den Norden von Thailand. Dort konnten wir das berühmte und wunderschöne Lichterfest – auch bekannt als Loi Krathong Fest – bestaunen.

Thailand wirkte auf uns in Hinsicht Homosexualität relativ offen und tolerant.

Nach Thailand ging es für uns nach Laos. Auch hier gab es wunderschöne Orte zu erkunden. In Laos fiel uns besonders auf, dass es sehr viele schwangere Frauen und unzählige Kinder gab. Lesbische Frauen existieren dort, zumindest in den Köpfen der Einheimischen, nicht.

An Heiligabend war bei uns nichts mit Truthahn, Schneefrau bauen und Geschenke auspacken. Dafür feierten wir Weihnachten am Strand in Vietnam und konnten einen unvergesslichen Sonnenuntergang bestaunen.

 

Ganz im Norden Vietnams befindet sich Sa Pa eine schöne Ortschaft die vor allem aufgrund ihrer wunderschönen Landschaft einlädt.

Da Sa Pa ein sehr weitläufiges Gebiet ist indem man sich schnell verlaufen kann, machten wir mit anderen Reisenden eine kleine geführte Tour. 3 Tage wanderten wir durch die Reisfelder bekleidet von Frauen aus den traditionellen Dörfern.

Im Gespräch mit den Frauen wurde schnell klar, Homosexualität existiert hier nicht.

Unmöglich könnte in den Dörfern jemals jemand Gefühle für eine Person des gleichen Geschlechts haben. So zumindest die Meinung der jungen Frauen.

Auch erzählten sie uns ganz überrascht, dass einmal ein lesbisches Paar aus Spanien auf der Wanderung mit dabei war. Sie konnten es bis heute nicht glauben. Da wir nicht wussten wie sie damit umgehen würden, wenn sie wüssten das genau jetzt auch ein lesbisches Paar neben ihnen herwanderte, erzählten wir nichts von unserer Beziehung. Sie hielten uns für Schwestern.

 

Nach Vietnam ging es für uns nach Myanmar. Schnell wurde ersichtlich, das es sich hierbei um ein sehr armes Land handelte, welches auch touristisch noch nicht sehr erschlossen ist. Eine Besonderheit in Myanmar ist, dass die meisten Männer Röcke tragen.

Das es in Myanmar eine LGBTQ Szene gibt? Zugegeben daran dachten wir nicht.

Zufällig stießen wir in einer englischen Zeitung auf ein Queer Festival, welches wir für zwei Tage besuchten. Wir waren ziemlich überrascht, dass so ein Fest ausgerechnet in Myanmar stattfand. Die Stimmung war super. Es fanden Vorträge von lesbischen Paaren statt. Es wurde erzählt und gefeiert.

Das Event war nicht zu vergleichen mit dem restlichen Land. Noch immer können wir nicht glauben, dass dieses Fest tatsächlich in Myanmar stattfand.

Ein unvergessliches homosexuelles Abendteuer auf unsere Reise.

 

 

Nach Myanar ging es für uns nach Borneo. Dort konnten wir freilebende Orang Utas sowie andere Affenarten und eine atemberaubende Natur bestaunen. Ein Affe wollte uns gar nicht gehen lassen und Stohl mir beim Verlassen des Nationalparks meine Tüte.

Kleine Anmerkung am Rande: Trage niemals eine Plastiktüte durch einen Nationalpark – niemals!

 

Nach Borneo ging es für uns noch auf die Philippinen und nach Japan.

Tokio gehört definitiv zu den außergewöhnlichsten Städten in denen wir jemals waren.

Nach sechs Monaten intensivem Reisen ging es für uns nach Bali.

Zunächst wollten wir nur 2 Wochen bleiben – das haben wir schon lange überschritten.

Nach vielen Monaten que(e)r durch Asien brauchten wir erstmal eine kleine Reiseauszeit.

Auch haben wir bemerkt, dass wir nach dem langen Reisen noch etwas Anderes wollen.

In Bali arbeiten wir derzeit an eigenen Projekten.  Auf der Reise durch Länder wie Myanmar wurden wir immer wieder auf die große Müllproblematik aufmerksam.

Mit unserem Projekt Eco You wollen wir mehr Nachhaltigkeit in den Alltag bringen.

Wir sind gerade dabei, unser eigenes Business aufzubauen und weiter als digitale Nomaden auf der ganzen Welt arbeiten und leben zu können. Die Idee schwebte uns schon länger vor, aber hier in Bali ergab sich der richtige Zeitpunkt und wir fingen einfach an und legten los.

Mal sehen wo die Reise noch so hinführt.

 

Lesbisches Reisen als Paar: Schwierigkeiten und Herausforderungen

 

In vielen asiatischen Ländern gehört Homosexualität nicht in die Öffentlichkeit. Einige Länder verbieten homosexuelle Handlungen, andere Länder unterdrücken oder verfolgen homosexuelle Frauen. In manchen Ländern müssen sich Lesben und Schwule verstecken und können ihre sexuelle Neigung nur im Geheimen ausleben. Da ist die Lage in Deutschland echt entspannt.

Homosexuelle Neigungen und Praktiken widersprechen häufig kulturellen und religiösen Prinzipien. Einige Länder halten Homosexualität als Krankheit oder schlechtes Karma.

Eine LGBTQ-Kultur ist in den meisten asiatischen Ländern nicht zu finden. Eine lebendige Lesben-Community ebenso wenig.

In unserer Heimatstadt Mannheim gibt es eine große LGBTQ Community. Eine ähnliche Verbindung oder Austausch vermissen wir auf unserer Reise. Gemeinsame Treffen unter „Gleichgesinnten“ gibt es daher kaum.

Wir werden sehr häufig als Geschwister gehalten oder als beste Freundinnen und selten als Paar. Mit der Geschwister- oder beste Freundinnen-Story sind wir gut konform – ich meine beste Freundinnen sind wir ja auch.

Eine lesbische Beziehungsform existiert in den Köpfen der meisten asiatischen Menschen nicht. Hier in Asien leben wir unsere lesbische Beziehung in der Öffentlichkeit nicht aus, d.h. keine langen Berührungen. Händchenhalten oder Küsse.

Die zurückhaltende Form stellt für uns allerdings kein Problem dar. Wir haben beide nicht das Bedürfnis, unsere Beziehung in der Öffentlichkeit zeigen zu müssen.

Daher hatten wir, bis auf ein paar wenige Fragen, ob wir ein Paar sind, bisher keine Probleme.

Weder schräge Blicke, noch unangenehmen Fragen oder Verurteilungen. Davor blieben wir bisher verschont.

 

 

In Thailand beispielsweise ist die Homoszene an einigen Orten (z.B. Bangkok) ausgeprägt. Andere Länder wie z.B. Laos haben, nach unserem Empfinden, noch nie was von lesbisches Frauen gehört.

Einheimische Lesben haben wir bisher nicht kennen gelernt. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass sie ihre lesbische Sexualität eher im Versteckten ausleben.

Ich bin mir jedoch nicht immer sicher, ob die Menschen tatsächlich immer annehmen, dass wir Geschwister sind.

Besonders wenn wir längere Zeit an einem Ort sind und der Room Boy die, ursprünglich auseinander gestellten, Betten immer wieder zusammengerückt wiederfindet.

Häufig wurden wir auf der Reise auch als Sir oder Mister angesprochen. Ob dies an den fehlenden englisch Kenntnissen der Einheimischen liegt oder an den kurzen Haaren?

Wir wissen es nicht.

 

Mut an alle lesbische Reisende

 

Traut euch!

Seit mutig und reist wo auch immer euer Herz hinmöchte. Lasst euch nicht von Verboten und Einschränkungen abhalten und bestimmen, das zu tun und dort hin zu reisen wo ihr möchtet. In vielen asiatischen Ländern hast du als lesbische Frau oder als lesbisches Paar keine Probleme, wenn du nicht gerade vor dem Regierungsgebäude mit deiner Freundin schlafen möchtest.

 

Lesbische Weltreise

 

Solange ihr euch etwas anpassen und zurücknehmen könnt und wollt braucht ihre euch keine Sorgen beim Reisen in ferne Länder zu machen. Du kannst dich vor deiner Reise im Internet (Auswärtiges Amt) über die aktuelle Rechtslage für dein Reiseziel informieren.

Solltest du/ ihr noch Fragen haben, könnt ihr uns gerne eine Nachricht, per Mail oder Facebook, zukommen lassen. Scheut euch nicht uns anzuschreiben. Wir helfen euch gerne weiter!

Habt Mut die Welt lesbisch zu entdecken – sie ist wunderbar. Schaut sie euch an und habt keine Angst!

 

Liebe Grüße,

Lisa und Joy von Eco You

 


Lisa und Joy erreicht ihr hier:

Eco You BlogFacebookInstagram


(Anmerkung von Rainbowfeelings: In 74 Ländern der Welt ist Homosexualität immer noch illegal. Ob lesbische und schwule Paare strafrechtlich verfolgt werden, und ob das auch ausländische Personen betrifft, ist von Land zu Land unterschiedlich. Einige Länder verfolgen LGBTs aus dem Ausland aber genauso wie Einheimische. Die deutsche Botschaft hat in solchen Fällen wenig Macht. Wenn ihr in ein Land reist, indem Homosexualität illegal ist, informiert euch bitte vorher gut! Grundsätzlich gelten auch für euch immer die Gesetze des Landes, in dem ihr euch befindet, auch wenn ihr nicht aus diesem Land kommt.)

 

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2 Comments

  1. Lisa sagt:

    Hallo 🙂

    Danke nochmal für das Veröffentlichen des Gastbeitrages.
    Sollte noch irgendjemand Fragen an uns haben, dann schreibt uns gerne eine Nachricht.

    Liebe Grüße
    Lisa und Joy von Eco You

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