10 Dinge, die du tun kannst, um dich für lesbische Sichtbarkeit einzusetzen

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Lesbisches Leben und damit lesbische Sichtbarkeit ist immer mehr am Schwinden.

Selbst Berlin, die „Lesbenhauptstadt“ Deutschlands, hat seit Anfang 2016 keine einzige lesbische Bar mehr. Und das ist nur eins vieler trauriger Beispielen dafür, dass die lesbische Kultur eindeutig auf dem Rückzug ist. Die Schließung von AfterEllen in diesem Sommer, eines der größten Lesbischen Portale weltweit, ist ein weiteres.

So kann es nicht weiter gehen. Das ist zumindest meine Meinung.

 

Denn je mehr lesbische Kultur verschwindet, je mehr sich die lesbisch Szene auflöst, desto unsichtbarer werden wir auch wieder in der Mehrheitsgesellschaft.

 

Und Unsichtbarkeit hat wirklich überhaupt nichts mit Akezeptanz oder „in der Gesellschaft angekommen“ zu tun.

Noch heute werden Lesben nicht so ernst genommen wie z.B. Schwule.

Die Frage „Aber wie geht denn Sex zwischen zwei Frauen???“ kennt jede lesbische Frau. Schwule werden sowas wohl eher nicht gefragt.

Genauso bekommt ein 14-jähriges Mädchen, das sich gerade als lesbisch geoutet hat, oft zu hören „Ach, das ist nur eine Phase“. Bei einem schwulen Jungen würde so ein Satz wahrscheinlich nicht so leicht fallen. Daraus ergeben sich dann natürlich andere Probleme, aber das ist gerade nicht das Thema.

Ich hab mich jetzt schon viel mit dem Thema lesbische Sichtbarkeit beschäftigt. Und mir den Kopf darüber zerbrochen, was ich dafür tun kann, die Situation zu verbessern. Das ist auch einer der Gründe, wieso ich Rainbowfeelings gestartet habe.

 

Um Lesben (wieder) eine Plattform zu geben, einen Raum, in dem sie im Mittelpunkt stehen, sich alles um lesbisches Leben und die Liebe dreht und alles andere außenvorgelassen wird.

 

Wenigstens für einen Moment lang.

Du musst nicht unbedingt gleich Bloggerin werden, um dich für lesbische Sichtbarkeit einzusetzen. (Kannst du aber natürlich!)

Dass wir uns alle einsetzen müssen, ist klar. Wenn Wir es nicht machen, wird es niemand machen. Niemand sonst wird mit soviel Kraft und Ausdauer versuchen, lesbisches Leben sichtbar zu machen um sich wirkungsvoll gegen Diskriminierung einsetzen zu können.

 

Aber wir können es schaffen. Wir alle gemeinsam.

 

Deswegen habe ich dir alle Möglichkeiten aufgeschrieben, die du persönlich machen kannst. Jetzt sofort, heute Abend, morgen, das ganze nächste Jahr. Ja, es sind kleine Steine, die wir hier legen. Aber jeder Einzelne zählt.

Zusammen können wir mit vielen tausend einzelnen Steine etwas schaffen, an dem niemand mehr so leicht vorbeikommt!

 

1. Starte einen lesbisch/queeren Blog

Wie ihr ja wisst, ist das meine Lieblingsmöglichkeit.

Ein Blog ist zwar super viel Aufwand, gibt dir aber eine Stimme, mit der du ziemlich schnell mehr Leute erreichen kannst, als du es dir je vorstellen konntest.

Leider sind die lesbischen Bloggerinnen, zumindest im deutschsprachigen Raum, rar gesät. Neben meinem eigenen Blog kenne ich noch Frauverliebt von Lina Kaiser, den LGBT Reiseblog Uniqorn und lesbainproblems, ein kleinerer Blog, der auch total lesenswert ist. Dann gibt es noch ein paar coole Online-Magazine.

Verglichen mit anderen Themen ist das aber wirklich nicht viel – höchste Zeit, dass du mit einsteigst und die Welt mit deinem lesbischen Blog bereicherst!

Falls du gerne einen Blog machen würdet, aber nicht weißt, wie und wo du anfangen sollst, mach auf jeden Fall das Online Blog Camp. Durch das Blogcamp konnte ich meinen Blog mit absolut Null Vorwissen starten. Und wenn ich das kann, dann kannst du das auch!

 

2. Starte einen YouTube Kanal

Ähnlich wie in der lesbischen Bloggerinnen Szene, gibt es bei den YouTuberinnen auch noch ne Menge Platz für coole Projekte und Kanäle.

Einer der wichtigsten lesbischen YouTube Kanäle, The Nosy Rosie, ist kurz davor zu schließen. Sie suchen im Moment aber noch nach neuen Leuten, die Lust darauf haben weiter zu machen. Wenn du also nicht von 0 anfangen möchtest und mithelfen möchtest ein mega cooles Projekt weiter zu machen, dann bewirb dich einfach!

 

3. Geh auf den CSD!

Ich weiß, darüber habe ich schon geschrieben. Auf den CSD zu gehen ist nicht nur die Möglichkeit, die mit deiner lokalen Community zu vernetzen und einen tollen Tag zu haben, sondern auch ein politisches Statement, das wir nicht unterschätzen dürfen!

 

4. Engagiere dich in einer Politgruppe

Wo wir gerade bei politischem Engagement sind – dich selbst in einer Politgruppe zu engagieren kann eine wunderbare Möglichkeit sein, sich für ein Thema, dass einem persönlich total am Herzen liegt einzusetzen. Gleichzeitig bist du mit anderen Gleichgesinnten zusammen und lernst viele neue Leute kenne.

 

5. Eröffne eine Freizeitgruppe/einen Stammtisch für Lesben in deiner Stadt

Wenn du dich Null für politische Kämpfe interessierst und du einfach nur neue Leute kennen lernen willst, kannst du auch einfach deine eigenen Lesben-Treffen in deiner Stadt organisieren.

Auch wenn es schon Angebote gibt, ein lesbischer Stammtisch, der sich wahlweise einmal die Woche, alle zwei Wochen oder einmal im Monat trifft, ist eigentlich immer gerne gesehen. Sich zu vernetzen ist eine wunderbare Möglichkeit neue Freundinnen und vielleicht sogar die Traumfrau kennen zu lernen und sich gleichzeitig für die lesbische Community einzusetzen.

 

6. Engagiere dich in einem lesbischen Verein

In vielen Städten gibt es ja schon Angebote und Vereine für Lesben und/oder LGBT. Eigentlich freuen sich alle immer über ehrenamtliche Mitarbeiterinnen. Wenn du also selbst nichts auf die Beine stellen willst, aber trotzdem aktiv die Community deiner Stadt mitgestalten möchtest, dann ist das die perfekte Möglichkeit für dich!

 

7. Kaufe deine Bücher über Rainbowfeelings

Du liest manchmal lesbische Bücher oder kaufst dir lesbische Filme? Dann hol sie dir am Besten über die Rainbowfeelings Empfehlungs-Links zu Amazon. Damit unterstützt du mich, und somit ein lesbisches Projekt, direkt. Denn wenn du über einen meinen Link zu Amazon kommst und dort etwas bestellst, bekomme ich eine Provision dafür. Natürlich musst du dafür dann nicht mehr zahlen als sonst.

Empfehlungen findest du z.B. in den Post zu lesbische Filmen, Büchern und Serien.

 

8. Sprich mit deinem Heteroumfeld über lesbische Themen

Kein einfaches Thema, ich weiß. Zumindest in manchen Sachen oder Situationen ist es echt schwer, mit Heteros über lesbische Themen und Probleme zu sprechen.

Oft hilft das aber über Vorurteile aufzuklären oder einfach mal die ganzen Fragen zu beantworten, die sich viele Heteros (auf Grund von Klischees etc.) stellen.

Ich mache das zum Beispiel total gerne, aber ausschließlich mit Leuten, die sich wirklich dafür interessieren. Mit Leuten, die mir aber von Anfang an nicht wohlgesonnen und interessiert gegenüber treten, lasse ich sowas allerdings. Meine Energie ist mir viel zu wertvoll, als dass ich sie an Leute verschwenden würde, die z.B. finden, dass Homosexuelle keine Kinder haben sollen oder ähnliches.

 

9. Kaufe nur noch bei lesbian-owned Businesses

Du weißt, dass das eine süße Cafe einem lesbische Pärchen gehört? Der Buchladen um die Ecke wird ziemlich sicher von einer lesbischen Frau geführt? Dann mach diese Orte zu deinen Lieblingsplätzen. Vielleicht musst du ein bisschen suchen, aber du wirst bestimmt in deiner Stadt oder der nächst größeren Stadt fündig. Oder schau mal bei Konnys Lesbenseiten vorbei, da findest du eine Menge wichtiger Adressen!

 

10. Hol dir die Rainbowfashion

Rainbowfeelings, lesbisch Lieben, lesben, lesbische SichtbarkeitRainbowfashion ist ein Fashion Label, das sich ganz bewusst für lesbische Sichtbarkeit einsetzt und dir zudem dich Möglichkeit gibt, dich selbst auszudrücken und dich so in der Welt zu zeigen, wie du wirklich bist. Mit Rainbowfashion kannst du die Message der Liebe in die Welt hinaustragen.

Denn: Love Wins!

 

Was machst du um dich für lesbische Sichtbarkeit einzusetzen? Hast du noch mehr Tipps? Dann teil sie mit mir, ich freu mich mega über deinen Kommentar!

 

Alles Liebe,

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7 Comments

  1. Merle sagt:

    Danke sehr. 🙂
    Viele liebe Grüße!
    Merle

  2. Merle sagt:

    Hallo Annie,
    Vielen Dank für diesen tollen Artikel! Also eigentlich sind deine Posts alle wirklich lesenswert, aber dieser hat mir besonders gut gefallen. Ich merke nämlich immer wieder, wie überrascht Leute sind, wenn ich mich vor ihnen oute – sie haben einfach nie die Möglichkeit erwogen, dass sie jemanden kennen könnten, der lesbisch ist. Und das bringt oft auch Vorurteile mit sich, die ja eigentlich ganz einfach auszuräumen wären.
    Dein Post hat mich jetzt dazu motiviert, auch endlich mal was zu tun. Leider gibt es in meiner Stadt keine Politgruppen oder Stammtische zu dem Thema, aber ich würde gerne mal versuchen, einen Blog zu schreiben. Ein paar Ideen für Artikel hätte ich schon, aber ich weiß noch nicht ganz genau, wo und wie ich anfangen soll. Hast du vielleicht einen Tipp für mich?
    Viele liebe Grüße 🙂
    Merle

    • Annie sagt:

      Hallo liebe Merle,
      vielen Dank für dein liebes Feedback – soo cool, dass du einen Blog starten willst! 🙂
      Also ich würde mir erstmal überlegen, was du mit dem Blog erreichen willst. Soll es ein Hobbyblog sein auf dem du ab und zu was schreibst wenn du Lust hast oder möchtest du das ganze ein bisschen professioneller und größer aufziehen und damit viele Leute erreichen?
      Kommt natürlich auch drauf an, wie viel Zeit du dafür verwenden willst.
      Meine Tipps für einen Hobbyblog:
      Leg dir einfach ein Profil bei Blogger an, da kannst du sofort loslegen, dir ein Design aussuchen und Beiträge schreiben. Ist aber wie gesagt nur was fürs Hobby, da kannst du relativ wenig anpassen und die ganzen Dinge machen, die man für einen professionelleren Blog braucht.
      Meine Tipps für einen professionelleren Blog:
      Ich wusste am Anfang gar nichts über Bloggen, hab dann aber das Blog Camp gemacht und allein mit dem Wissen ist dann Rainbowfeelings entstanden. Wenn du mehr Zeit in deinen Blog stecken möchtest und viele Leute erreichen willst, würde ich dir das Blog Camp mega empfehlen! Ich weiß, ist nicht ganz billig. aber es ist jeden Cent wert 🙂
      Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen weiter helfen! Schreib mir auf jeden Fall, sobald dein Blog online ist oder wenn du noch mehr Fragen hast 🙂
      Alles Liebe,
      Annie

      • Merle sagt:

        Hallo Annie,
        Danke für deine schnelle Rückmeldung, das hat mir sehr geholfen. Ich denke, ich werde erstmal mit einem Profil bei Blogger starten und gucken, wie das klappt. Über die Feiertage habe ich ein bisschen Zeit, um das auszprobieren.
        Danke nochmal und ein frohes Weihnachtsfest!
        Viele liebe Grüße
        Merle

      • Annie sagt:

        Hallo Merle,
        klingt super! Wenn du magst kannst du mir dann gerne deinen Blog schicken 🙂
        Wie gesagt, falls du noch Fragen hast oder Feedback zu irgendwas möchtest, schreib mir gerne, kannst mich auch unter meiner Email Adresse annie@rainbowfeelings.de erreichen.
        Liebe Grüße und frohe Weihnachten,
        Annie

  3. JED sagt:

    Nicht zu vergessen das Naheliegendste:
    zeige Dich mit Deiner Frau in der Öffentlichkeit als Paar. ;o))

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